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01.06.04
Dies
zeigen epidemiologische Daten der EPIC-Studie (European Prospective
Investigation
into Cancer and Nutrition), die Dr.
Petra Lahmann, Epidemiologin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung
(DIfE) Potsdam-Rehbrücke, und Kollegen jetzt publizierten.
"Übergewicht
ist einer der wenigen beeinflussbaren Risikofaktoren und spielt
eine wichtige Rolle bei der Prävention und Prognose von Brustkrebs",
so die Konklusion.
In der vorliegenden Studie wurde der Einfluss
von Übergewicht an sich und die Rolle der abdominalen Körperfettverteilung
(Taillenumfang oder Taille/Hüft-Ratio) auf das Brustkrebsrisiko
unter besonderer Berücksichtigung der Einnahme von Hormontherapie-Präparaten
eingeschätzt.
Dazu wurden 73.542 prämenopausale und 103.344
postmenopausale Frauen aus neun europäischen Ländern untersucht
und deren Daten zu Körpergröße, Körpergewicht, Body Mass Index,
sowie Taillen- und Hüftumfang erhoben. Die Datenanalyse basierte
auf einer etwa 5-jährigen Nachbeobachtungszeit und 1.879 neuen
Brustkrebsfällen.
Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass das
postmenopausale Brustkrebsrisiko nicht nur durch den Grad des Übergewichts
bestimmt, sondern auch durch die Hormontherapie verändert wird.
Unter den Frauen, die keine Hormonpräparate einnahmen, wiesen
die Übergewichtigen (BMI > 25) gegenüber den Normalgewichten
(BMI < 25) ein um 30% erhöhtes Risiko auf.
Frauen, die Hormonpräparate
einnahmen, hatten unabhängig von ihrer Körpermasse schon ein
erhöhtes Risiko für Brustkrebs. Hiervon waren aber insbesondere
die schlanken Frauen betroffen.
Unter Berücksichtigung des
Gesamtkörperfetts, war die abdominale Köperfettverteilung nicht
mit einer Erhöhung des postmenopausalen Brustkrebsrisikos verbunden.
Die Mechanismen für die Zusammenhänge zwischen Adipositas und
Brustkrebs sind noch nicht eindeutig geklärt und werden weiterhin,
auch am DIfE, erforscht.
© 2004 www.medaustria.at
Quelle: Intl J Cancer;
published online, 17 May 2004
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