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20 bereits publizierte Studien über den Effekt des Stillens
auf den IQ der Kinder wurden nochmals überprüft.
Nun vermuten Forscher der Universität von Kentucky
in Lexington, daß gestillte Babies einen um 3 bis
5 Punkte höheren IQ aufweisen als mit Flaschenmilch
aufgezogene Babys.
Je länger die Babys gestillt werden, desto größer
ist auch der Benefit bezogen auf die Intelligenz.
Dr. James W. Anderson, Professor der Medizin und Ernährung
der Universität von Kentucky, meint, daß die höheren
IQ Level auf sogenanntes „brain food“, das in
der Muttermilch gefunden wird, zurückzuführen sind.
Brustmilch beinhaltet Docosahexaenosäuren (DHA) und Arachidonsäuren
(AA) – langkettige ungesättigte Fettsäuren,
die die Hirnentwicklung unterstützen. Diese Nährstoffe
sind nicht in Flaschenmilch enthalten.
Vertiefte Mutterbindung der gestillten Kinder könnte
ebenfalls eine Rolle in der Intelligenzentwicklung spielen.
Kinder, die keine Brustmilch erhalten, neigen zu einem niedrigeren
IQ und das soziale Verhalten der Kinder wird negativ beeinflußt.
Besonders wichtig ist das Stillen für untergewichtige
Babys, da diese während der Schwangerschaft noch nicht
genug DHA und AA erhalten haben.
Laut der neuen Studie sind im Durchschnitt 3.2 Punkte der
IQ-Erhöhung auf den Nährwert der Brustmilch zurückzuführen
und 2.1 Punkte auf die engere Mutterbindung. Diese Vorteile
wurden bei Kindern im Alter zwischen 6 Monaten und 15 Jahren
beobachtet.
Andere Vorteile des Stillens sind die Übertragung von
Antikörpern der Mutter auf das Kind, wodurch die Kinder
vor typischen Kindererkrankungen geschützt werden, weiters
die geringeren Kosten.
©
1999 www.medaustria.at
Quelle: American Journal of Clinical Nutrition 1999;70.
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