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Kosmetische Medizin - Faltenunterspritzung

 
 

Sauerstoff bremst die Faltenbildung

Dermatologe: "Im Schatten bleiben ist bester Schutz vor Hautalterung"

 


Die Bildung von Hautfalten nach zu starker Sonneneinstrahlung hält sich in Grenzen, wenn die Haut in Kontakt mit viel Sauerstoff kommt. Das haben japanische Forscher um Shigeo Kawada von der Universität Tokio bei Mäusen gezeigt. Wie sie in der Zeitschrift "American Journal of Physiology" berichten, lassen sich auf diese Weise Gewebeschäden durch UV-Strahlung bremsen. Das Ergebnis war auf Molekülebene sowie auch in der sichtbaren Hautalterung der Tiere festzustellen.

 
 

Tokio/Graz (pte/30.06.2010)

Für ihr Experiment beleuchteten die Forscher pelzlose Mäuse für fünf Wochen an jeweils drei Tagen mit einer speziellen Lampe, die UVB-Strahlen aussendet. Einige der Tiere setzte man unmittelbar danach für zwei Stunden in eine Kammer, in der die Luft besonders hohen Sauerstoffanteil hatte. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe bildeten alle UV-bestrahlten Mäuse Falten und eine verdickte Außenschicht der Haut, die sogenannte Epidermis. Bei der Sauerstoff-Gruppe war diese Hautalterung jedoch geringer ausgeprägt, wie auch Gewebeuntersuchungen bestätigten.

Hautalterung hat viele Aspekte

Ob dieser Prozess auch beim Menschen umsetzbar ist, müsse erst geklärt werden, so die Forscher. Skeptisch äußert sich dazu Werner Aberer von der österreichischen Gesellschaft für Dermatologie. "Faltenbildung ist kein Akutprozess, da die Uhr der Haut bei jeder Strahlungsaussetzung tickt. Man kann sich kaum nach jeder Sonneneinstrahlung in eine Sauerstoffkammer setzen, deren Auswirkung auf die Gesundheit ebenfalls in Frage zu stellen ist", so der Grazer Hautspezialist gegenüber pressetext.

Die Hautalterung bezeichnet Aberer als "extrem komplexen Prozess", der unzählige Mechanismen wie etwa den Kollagen- und Feuchtigkeitsverlust sowie die Bildung maligner Zellen umfasst. Eine breite Palette von Sonnenschutz- und Schönheitsprodukten enthalten bereits Enzyme, die Schäden teils vorbeugen oder korrigieren. "Aus rein dermatologischer Sicht ist zu empfehlen, sich so wenig wie nur möglich direkt der Strahlung der Sonne oder von UV-Lampen auszusetzen. Das schützt am meisten vor Hautalterung, jedoch auch vor Hautkrebs", betont der Mediziner.

Sommersonne in Maßen auch vorteilhaft

Sieht man die Sonne nicht allein aus dem Blickwinkel der Haut, so hat ihre Einwirkung in gesunden Ausmaßen wegen der Vitamin D-Synthese auch zahlreiche positive Funktionen für den Menschen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/100318004/ ). Zudem gibt es in der Kosmetikbranche bereits Stimmen, die eine moderate Hautalterung zugunsten eines natürlichen Aussehens in Kauf nehmen (siehe: http://pressetext.com/news/100514003/ ).

Abstract zum Originalartikel unter http://ajpregu.physiology.org/cgi/content/abstract/ajpregu.00199.2010v1

 

pressetext.austria