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Eine in der Ausgabe vom 6. November von „Stroke"
veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit (Dr. Stephen
M. Schwartz et al., University of Washington, Seattle) analysiert
das Schlaganfallrisiko bei Frauen, die niedrig dosierte Kontrazeptiva
(<50µg Östrogen) einnehmen. Eine im letzten
Monat - ebenfalls in „Stroke" - präsentierte
Studie beweist das nicht steigende Herzinfarktrisiko bei
oraler
Kontrazeption mit modernen Präparaten.
Zur Determinierung der Affektion oraler Kontrazeptiva auf
das Insultrisiko wurden die betreffenden medizinischen Daten
von 1564 Frauen im Alter zwischen 18 und 44 Jahren analysiert,
wobei 373 einen Schlaganfall erleiden.
Verglichen mit Frauen, die keine oralen Kontrazeptiva einnehmen,
haben Frauen, die die niedrig dosierte Pille einnehmen, ein
um 9% gesteigertes ischämisches
Schlaganfallrisiko. Das Risiko eines hämorrhagischen
Insults steigt bei oraler Kontrazeption mit den modernen Präparaten
um 11%.
Dr. Schwartz beschreibt in einem Statement beide Steigerungen
als „statistisch unwichtige Differenzen". Sowohl
für das Myokardinfarkt- als auch für das Schlaganfallrisiko
zeigt sich, daß bei Frauen ohne kardiovaskuläre
Risikofaktoren (Rauchen, Hypertonie, Fettsucht) kein gesteigertes
Risiko bei Applikation der niedrig dosierten Pille zu registrieren
ist.
Die Forscher betonen jedoch abschließend, daß
z.B. bei Frauen mit Migräne, die niedrig dosierte orale
Kontrazeptiva einnehmen, das Insultrisiko doppelt so hoch
ist als bei Migränepatientinnen, die die Pille nicht
nehmen. Weiter Studien müssen zeigen, welche Charakteristika
zu einem erhöhten Schlaganfallrisiko führen.
Quelle:
NEJM; 1998, 29: 2277-2284
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