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Migräne

 
 

Migräne bei Kindern:
Ein kalter Lappen
und Öl kann schon
helfen

 


Seit Jahren beobachten Ärzte, dass immer mehr Kinder unter Kopfschmerzen leiden. Gegen Ende der Grundschulzeit sind mehr als die Hälfte der Kinder betroffen, bis zum zwölften Lebensjahr sind es sogar 90 Prozent.

 
 


Eltern brauchen deswegen jedoch nicht beunruhigt zu sein, denn oft können schon einfache Mittel die Kopfschmerzen lindern. So legt sich harmloses und gelegentliches Kopfweh häufig bereits, wenn das Kind Ruhe und Zuwendung bekommt. Leidet ein Kind unter leichten Migräne-Attacken, sollte es sich in einem abgedunkelten und ruhigen Raum hinlegen. Ein kalter Lappen auf der Stirn und Pfefferminzöl, das an Schläfe, Scheitel und Nacken sanft eingerieben wird, können leichte bis mittelstarke Kopfschmerzen lindern. Hilft das nicht, empfiehlt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft die Experten Ibuprofen (10 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht) und Paracetamol (15 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht). Vor dem schmerzlindernden Medikamenten sollten die Kinder ein verschreibungspflichtiges Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen (Domperidon) einnehmen. Medikamente sollten jedoch nur nach Absprache mit dem Arzt eingesetzt werden.

Um eine passende Behandlung zu finden, raten die Experten, einen Kopfschmerzkalender zu führen. Darin halten Eltern und Kinder getrennt voneinander für vier bis sechs Wochen fest, wie oft die Kopfschmerzen auftreten, wie lange sie anhalten und was sie möglicherweise ausgelöst hat. Nicht selten kommt man so den möglichen Auslösern selbst auf die Spur und kann sie in Zukunft meiden. Bei schweren Attacken sollte jedoch ein Kopfschmerzspezialist aufgesucht werden. Er kann im Einzelfall weitere Medikamente einsetzen, etwa das Migränemittel Sumatriptan als Nasenspray.

Vor allem bei Spannungsschmerzen, aber auch bei Migräne, kann der Arzt ein TENS-Gerät zur Selbstbehandlung verordnen. Bei diesem Verfahren können sich Kinder bereits ab dem sechsten Lebensjahr ein bis zweimal täglich selbst behandeln. Dazu werden Elektroden im Nackenbereich aufgeklebt. Ein batteriebetreibenens Gerät leifert sanfte Ströme, die ein Kribbeln erzeugen.

Die Therapie-Empfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft finden Sie im Internet unter: www.dmkg.de

Quelle: idw