Eltern brauchen
deswegen jedoch nicht beunruhigt zu sein, denn oft können schon
einfache Mittel die Kopfschmerzen lindern. So legt sich harmloses
und gelegentliches Kopfweh häufig bereits, wenn das
Kind Ruhe und Zuwendung bekommt. Leidet ein Kind unter leichten
Migräne-Attacken, sollte es sich in einem abgedunkelten
und ruhigen Raum hinlegen. Ein kalter Lappen auf der Stirn
und Pfefferminzöl, das an Schläfe, Scheitel und
Nacken sanft eingerieben wird, können leichte bis mittelstarke
Kopfschmerzen lindern. Hilft das nicht, empfiehlt die Deutsche
Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft die Experten Ibuprofen
(10 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht) und Paracetamol
(15 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht). Vor dem
schmerzlindernden Medikamenten sollten die Kinder ein verschreibungspflichtiges
Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen (Domperidon) einnehmen.
Medikamente sollten jedoch nur nach Absprache mit dem Arzt
eingesetzt werden.
Um eine passende Behandlung zu finden, raten die Experten,
einen Kopfschmerzkalender zu führen. Darin halten Eltern
und Kinder getrennt voneinander für vier bis sechs Wochen
fest, wie oft die Kopfschmerzen auftreten, wie lange sie anhalten
und was sie möglicherweise ausgelöst hat. Nicht selten
kommt man so den möglichen Auslösern selbst auf die
Spur und kann sie in Zukunft meiden. Bei schweren Attacken
sollte jedoch ein Kopfschmerzspezialist aufgesucht werden.
Er kann im Einzelfall weitere Medikamente einsetzen, etwa das
Migränemittel Sumatriptan als Nasenspray.
Vor allem bei Spannungsschmerzen, aber auch bei Migräne,
kann der Arzt ein TENS-Gerät zur Selbstbehandlung verordnen.
Bei diesem Verfahren können sich Kinder bereits ab dem
sechsten Lebensjahr ein bis zweimal täglich selbst behandeln.
Dazu werden Elektroden im Nackenbereich aufgeklebt. Ein batteriebetreibenens
Gerät leifert sanfte Ströme, die ein Kribbeln erzeugen.
Die
Therapie-Empfehlungen der Deutschen Migräne-
und Kopfschmerzgesellschaft finden Sie im Internet unter: www.dmkg.de
Quelle: idw