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Frauen,
die aufgrund von Symptomen wie Müdigkeit, Vergeßlichkeit,
Depressionen oder Stimmungsschwankungen, glauben, an einem
Menopausensyndrom zu leiden, können in vielen Fällen
eine nicht diagnostizierte Schildrüsenerkrankung haben.
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Zu diesem Schluß kommt die American Association of
Clinical Endocrinologists (AACE). Laut Daten der AACE leidet
1 von
8 Frauen im Alter zwischen 35 und 65 an einer Schilddrüsenerkrankung,
bei den über 65jährigen ist es sogar 1 von 5 Frauen.
Wenn Frauen das Menopausenalter erreichen, würden viele
Symptome, die unter Umständen von anderen, leicht behandelbaren,
Erkrankungen herrühren könnten, auf die Menopause
zurückgeführt, erklärt Dr. Helena Rodbard,
Präsidentin der AACE.
Eine Studie der AACE stellt fest, daß nur ein Drittel
der Frauen im Alter über 40 Jahren mit ihrem Gynäkologen
ein aufklärendes Gespräch über die Menopause
führen und, daß von denen, die ein solches Gespräch
führen, nur jeder vierten zu einer Untersuchung auf eine
mögliche Schilddrüsenerkrankung geraten wird.
Eine Hypothyreose führt beim Erwachsenen zu Symptomen
wie leichter Ermüdbarkeit, trockener Haut, Haarausfall,
Gewichtszunahme, Obstipation und Muskelkrämpfen. Dagegen
kann es bei einer Hyperthyreose zu Schweißausbrüchen,
Palpitationen, Diarrhoe, Gewichtsverlust, Haarausfall, Muskelschwäche
und einer Affektlabilität kommen. Eine ganz ähnliche
Symptomatik tritt beim Menopausensymptom zutage, mit Hitzewallungen,
Schwindel, Schweißausbrüchen, psychonervösen
und neurovegetativen Beschwerden.
Nicht behandelte Schilddrüsenerkrankungen erhöhen
das kardiale Risiko und verschlechtern eine bestehende Osteoporose,
ähnlich dem steigenden Risiko bei einer Abnahme der Östrogenspiegel
im Rahmen der Menopause.
Frauen, die an den Symptomen eines Menopausensyndroms leiden,
empfiehlt die AACE durch eine einfache Selbstuntersuchung,
eine Erkrankung der Schilddrüse, auszuschließen.
Beim „Thyroid Neck Check" beobachtet der Patient
beim Trinken eines Glases Wasser seinen Hals im Spiegel und
achtet auf eine mögliche Vergrößerung der
Schilddrüse.
Quelle: Reuters
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