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24.8.04
Prof. Dr. Elmar Brähler, Leiter der Abteilung Medizinische
Psychologie und Medizinische Soziologie an der Medizinischen
Fakultät der Universität Leipzig betont, dass die psychische
Belastung ist umso höher, je jünger die Betroffenen sind. Insgesamt
leiden 12,6 Prozent der Gesamtbevölkerung unter Inkontinenzbeschwerden,
Frauen (15 Prozent) sind häufiger betroffen als Männer (15%
vs. 9,5%).
Die Häufigkeit nahm mit zunehmendem Alter deutlich
zu.: Von 6,1 Prozent bei den 18- bis 40jährigen auf 9,5 Prozent
bei den 41- bis 60jährgen und auf 23 Prozent bei den über 60jährigen.
Betroffene klagen sowohl über vermehrte körperliche als auch über
vermehrte seelische Beschwerden.
Die Skala bei den körperlichen
Beschwerden reicht von Blähungen, Gelenk- Herz- und Magenproblemen
bis zu Erektionsbeschwerden bei den Männern. Zu den seelischen
Beschwerden gehören Angst und Depression, sowie allgemeine
Erschöpfungszustände und erhöhte sexuelle Gleichgültigkeit.
Es kommt zu Einbußen sozialer Aktivität, Ängstlichkeit, Beschämung
und Isolation. "Die Betroffenen bedürfen einer integrierten
Versorgung", resümiert Prof. Manfred Beutel, Leiter des Bereiches
Psychotherapieforschung an der Klinik für Psychosomatik und
Psychotherapie der Justus-Liebig-Universität Gießen.
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Quelle: Uni Leipzig,
MedPort
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