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Boston
(17. Mär 2005)
Die aktuelle Studie ermittelt,
dass die durchschnittliche Lebenserwartung der heutigen Erwachsenen,
die bei 77 Jahren
liegt, durch die Auswirkungen der Fettleibigkeit um mindestens
vier bis neun Monate verkürzt wird. Das bedeutet, dass mehr
Menschen vorzeitig durch Fettleibigkeit sterben als durch Unfälle,
Morde oder Selbstmord.
Bei Kindern sind die Auswirkungen sogar
noch höher, denn die Lebensspanne von fettleibigen Kindern
ist zwei bis fünf Jahre kürzer als jene normalgewichtiger Kinder.
Der lebensverkürzende Effekt von Adipositas bei Kindern ist
sogar größer als die Auswirkungen von Herzkrankheiten oder
Krebs, so die Experten.
"Unsere Schätzungen sind sogar noch
sehr zurückhaltend, denn die tatsächlichen Auswirkungen der
Fettleibigkeit bei Kindern werden sich erst in den kommenden
Jahren abzeichnen. Ich denke aber, dass die negativen Effekte
weit größer sind als wir derzeit belegen konnten", erklärte
Jay Olshansky, der Leiter der Studie.
"Derzeit haben wir die
erste Generation fettsüchtiger Kinder, die ein so ungesundes
Leben führt, dass sie noch vor ihren Eltern sterben könnte.
Und dabei befinden wir uns noch in der Ruhe vor dem Sturm.
Denn zurzeit können wir einen noch nie da gewesen Anstieg von
Adipositas bei immer jüngeren Kindern beobachten", erklärte
David Ludwig, Co-Autor der Studie und Direktor des Adipositas-Programms
am Children`s
Hospital Boston.
Laut Angaben des Centers for Disease
Control and Prevention sowie des New
England Journals rangiert die Zahl der jährlichen Todesfälle durch Fettleibigkeit
zwischen 300.000 und 400.000. Eine effektive Vorgehensweise
gegen das steigende Problem sehen die Experten in einer verstärkten
Gesundheits- und Vorsorgepolitik, denn andernfalls werden die
Sozialkosten in den kommenden Jahren explodieren.
pressetext.austria
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