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Ernährungsmedizin

 
 

Fett mit 40 senkt
Lebenserwartung
um drei Jahre

 

Verlust von rund 13 Jahren bei Kombination von Fettsucht und Rauchen

   
 

Philadelphia (pte, 7. Jan 2003)

Wer im mittleren Alter von etwa 40 Jahre stark übergewichtig ist, muss im Gegensatz zu einem Schlanken im Durchschnitt mit einer um drei Jahre verkürzten Lebenserwartung rechnen. Laut einem niederländischen Forscherteam ist starkes Übergewicht im Alter zwischen 35 und 45 Jahren ebenso schädlich wie Rauchen. Ein düsteres Bild zeichnet sich demnach für fettsüchtige Rauchern und Raucherinnen ab: Sie sterben der Untersuchung zufolge in etwa um 13,3 bis 13,7 Jahre eher als normalgewichtige Nichtraucher. Es war bereits bekannt, dass Übergewicht die Lebenserwartung verkürzt. Wie viele Jahre aber tatsächlich verloren gehen, belegte kaum eine Studie.

Wer nicht raucht, aber übergewichtig ist, verliert im Vergleich zu schlanken Personen drei Jahre seines Lebens, berichtet das niederländische Team in der aktuellen Ausgabe von Annals of Internal Medicine. Sie beziehen die Ergebnisse auf eine Bevölkerungsstatistik mit Datenmaterial von 3.457 Freiwilligen, das zwischen 1948 und 1990 ausgehoben wurde. Die Daten wurden von Forschern des Erasmus Medical Center und der Universität Groningen analysiert.

Fettsüchtige Menschen sterben den Ergebnissen zufolge noch früher. Nichtrauchende, fettsüchtige Frauen verlieren im Durchschnitt 7,1 Jahre, Männer 5,8 Jahre. Für Raucher zeichnet sich ein noch düstereres Bild ab. Stark übergewichtige Raucherinnen sterben um rund 13,3 Jahre früher als normalgewichtige Nichtraucherinnen. Die männliche Vergleichsgruppe muss mit einem um gar 13,7 Jahre früheren Ableben rechnen. Im Vergleich zu normalgewichtigen Rauchern sterben fettsüchtige Frauen um "nur" 7,2 Jahre früher, fettsüchtige Männer um 6,7 Jahre. Für die Wissenschaftler zeigt die Studie, dass Übergewicht in den mittleren Jahren selbst nach einer späteren Gewichtsreduktion das höhere Sterberisiko nicht wettmachen kann. Die Botschaft sei, das Übergewicht frühzeitig in Angriff zu nehmen.

In den USA sind nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention bereits zwei Drittel der erwachsenen Bevölkerung übergewichtig oder fettsüchtig. US-Bürger werden dies in immer jüngeren Jahren. Fettsucht ist mit einem Bodymass-Index (BMI) über 30 definiert. Der Index setzt Körpergewicht und –Größe in Relation. (Er wird berechnet, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat geteilt wird). Ein gesundes Körpergewicht ist ein BMI unter 25.

Quelle: pressetext.austria