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fehlgeburtenrisiko vaginose

Steigerung des
Fehlgeburtenrisikos
bei bakterieller
Vaginose

 


Bei bakterieller Vaginose steigt nach in vitro-Fertilisation das Risiko einer Fehlgeburt im ersten Trimester der Schwangerschaft.

 
 

Dr. Susan G. Ralph und Kollegen (General Infirmary in Leeds, UK) vermuten ebenfalls, daß bei natürlicher Konzeption und dem Auftreten einer bakteriellen Vaginose das Fehlgeburten-Risiko steigt. Vorausgegangene Studien haben bereits die bakterielle Vaginose (atypische Besiedelung der Scheide mit Anaerobiern [v.a. Gardnerella vaginalis], häufig in Kombination mit Staphylococcus aureus, Streptokokken, E. coli, Bacteroides u.a.) mit einem Frühgeburtrisiko in Assoziation gebracht. Ralph et al. testeten 771 Frauen, die mittels in vitro-Fertilisation empfangen hatten, auf klinische Zeichen einer bakteriellen Vaginose.

Die Konzeptionsrate scheint durch eine bakteriellen Vaginose nicht beeinflußt zu werden. Das Risiko einer Fehlgeburt in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten ist jedoch bei den infizierten Frauen doppelt so hoch wie bei den Frauen ohne bakterielle Vaginose. 31,6% der 190 infizierten Studiensubjekte erleiden einen Abort im ersten Schwangerschaftstrimester, verglichen mit einer 18,5%igen Fehlgeburtenrate bei Nichtinfizierten. Diese Resultate bleiben auch nach Adjustierung auf andere Risikofaktoren (z.B. frühere Fehlgeburten, steigendes mütterliches Alter, Rauchen, polyzystische Ovarien) signifikant.

Die Wissenschafter konkludieren, daß eine bakterielle Vaginose nicht mit der Konzeptionsrate, jedoch sehrwohl dem Risiko eines Aborts im ersten Trimester der Schwangerschaft nach in vitro Fertilisation assoziiert ist.

Quelle: eBMJ; 1999, 319: 220-223

 
 

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