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Baltimore (05. Okt 2004)
Die leitende Wissenschafterin
Edith Gurewitsch argumentiert, dass durch einen Dammschnitt
eine Verletzung des Kindes nicht
weniger wahrscheinlich würde. Zusätzlich bestünde sogar die
Möglichkeit einer Erhöhung des Risikos einer Verletzung der
Schulter. Die Forscher analysierten 127 Fälle, in denen es
während der Geburt zu Schwierigkeiten mit den Schultern gekommen
war. Es zeigte sich, dass die Anzahl der Schädigungen der Nerven
in den Armen unabhängig davon gleich war, ob die Kinder mit
einer Kombination von Dammschnitt oder physischer Verfahren
oder mit diesen alleine geboren wurden. Ohne Dammschnitt verringerte
sich die Anzahl der Schulterverletzungen um 35 Prozent. Zusätzlich
konnte laut BBC bei der Hälfte der Mütter ein überflüssiger
Dammschnitt vermieden werden.
Laut Gurewitsch soll ein Dammschnitt
nur dann durchgeführt werden, wenn es absolut notwendig ist. "Eine
Episiotomie entfernt nur die weichen Gewebehindernisse, während
die Drehung des Kindes seine Schultern für das mütterliche
Becken passend macht." Sie argumentiert, dass das Becken allgemein
als Hauptursache für ein Steckenbleiben im Geburtskanal gilt.
pressetext.austria
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