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Die
Diäten "South Beach" und "low
carb" sind für den Menschen ungesund. Sie setzten auf Proteine
und verteufeln Kohlenhydrate. Kurz gesagt, sie sind nicht
zu empfehlen. Dies ergab eine heute, Mittwoch, veröffentlichte
Studie. "Es ist unverantwortlich, welche Ernährungssünden
unter dem Deckmantel der Wissenschaft verbreitet werden",
so Franz Floss, Bereichsleiter für Untersuchungen beim Verein
für Konsumenteninformation
(VKI), während einer Pressekonferenz.
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Wien, 19. Jan 2005
Die VKI-Zeitschrift "Der Konsument" hat vier Diäten auf Wirksamkeit
und auf Qualität geprüft. "South Beach" und "low carb" gehen
davon aus, dass Kohlenhydrate dick und Proteine dünn machen.
Dabei werden Kohlenhydrate durch Fett ersetzt, was durchaus
nicht neu ist - Beispiel Atkins-Diät. Bei "South Beach" besteht
die Ernährung in den ersten 14 Tagen ausschließlich aus Fleisch,
Geflügel, Fisch und Eiern. Dazu dürfen Pommes gegessen werden.
"Angesagt
ist, was neu klingt und schnellen Erfolg verspricht, auch wenn
wissenschaftliche Langzeitstudien über gesundheitliche Auswirkungen
fehlen", beurteilt Floss den aus den USA nach Europa importierten
Abspeck-Trend.
Diese Diäten seien aber Erfolg bringend. Da
durch Proteine das Sättigungsgefühl schneller einsetze und
die Verdauung angeregt werde, nehme man ab. Zu Beginn der Diät
sogar schnell.
" Auf die Dauer ist so eine einseitige Ernährung
aber nicht zu empfehlen" warnt Floss. Esse man nach der Diät
weiter wie bisher, setze schnell der bekannte JoJo-Effekt ein.
Laut VKI sind Programme, die auf dem Diätsektor weniger hip
sind, wirksamer. Sie versprechen zwar keinen raschen, dafür
aber einen langfristigen Erfolg. Dies sind unter anderem die "Ideal
Diät" und die "Gute Laune Diät".
Beide setzen auf ausgewogene
Mischkost, Bewegung und auf eine langfristige Ernährungsumstellung.
Die "Ideal Diät" wird von den "Konsument"-Experten als "sehr
gut" bewertet. VKI-Ernährungsexpertin Nina Siegenthaler: "Gesunde
Gewichtsreduktionsprogramme setzen auf Langfristigkeit und
Flexibilität."
Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass eine
dauerhaft schlanke Figur am ehesten mit einer ausgewogenen,
energiereduzierten Mischkost erreicht wird. "Doch in unserer
schnelllebigen Zeit stößt langsames Abnehmen leider meist auf
taube Ohren", bedauert Siegenthaler.
Bei der "Gute Laune Diät" sind
sogar Süßigkeiten erlaubt - in Maßen versteht sich. Dazu meint
Floss: "In Österreich liegt der jährliche Schokoladenverbrauch
bei 7,8 Kilogramm pro Kopf." Umgerechnet sind dies eins bis
zwei Tafeln in der Woche. Das sei natürlich zu viel des Guten,
aber ganz verbieten könne man Schokolade nicht: "Eine Diät,
die etwas verbietet, ist eine schlechte Diät."
Der "Konsument" ist
davon überzeugt, dass eine gute Diät von drei Säulen getragen
wird. Die erste ist die Ausgewogenheit beim Essen und Trinken.
Die zweite ist die Veränderung des bisherigen Essverhaltens
und die dritte ist die Erhöhung des Energieverbrauchs durch
mehr Bewegung. Siegenthaler: "Eine Diät sollte als Lebensweise
gesehen werden."
pressetext.austria
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