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Die Witwe
des weltberühmten Diät-Papstes Robert Atkins, Veronica,
wehrt sich gegen die in den Medien verbreiteten Anschuldigungen
gegen ihren verstorbenen Gatten, berichtet BBC-Online.
Hintergrund der Geschichte: das Wall Street Journal behauptet,
dass der Abnehm-Guru am Tage seines tödlichen Sturzes im
April 2003 116 kg wog. Mit 1,8 Metern Körpergröße war der
berühmte
Ernährungsguru damit eindeutig als fettleibig einzustufen, ätzte
die Zeitung.
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New York (pte, 11. Feb 2004)
Veronica Atkins meint auf der
Atkins-Homepage, dass sie gegen die unehrlichen Individuen, "die den Ruf meines Mannes ruinieren",
Schritte unternehmen wird. "Die Aussagen diskreditieren nicht
nur die Arbeit meines Gatten, sondern schlagen billig Profit
aus seinem Tod", so Atkins. Robert Atkins ist im vergangenen
April im Alter von 72 Jahren an den Folgen eines Sturzes in
New York gestorben. Die Witwe klärt über den Gesundheitszustand
ihres Gatten weiter auf: "Robert litt an einem Zustand, der
Kardiomyopathie genannt wird. Diese Herzerkrankung ist drei
Jahre vor seinem Tod infolge einer Infektion aufgetreten." Die
Herzkrankheit sei, so Veronica Atkins, keineswegs auf die von
Atkins selbst praktizierte Diät zurückzuführen. Die Witwe weist
außerdem Spekulationen über einen möglichen Herzinfarkt ihres
Gatten zurück.
Die Spekulationen über Atkins Tod werden von einigen anderen
Ernährungswissenschaftlern angeheizt. Atkins erlaubte, was
andere Diät-Experten strikt verbieten: fettes Fleisch, Fisch,
Gänsebraten, Wild und Eier. Folgerichtig strich er jene Dinge
vom Speiseplan, die andere erlaubten: Kohl, Hülsenfrüchte,
Kartoffel und Rohkost. Nach den Ideen von Atkins soll diese
Abmagerungskur so funktionieren, dass eine kalorienarme, aber
fettreiche Diät schnell und anhaltend sättigt. Zahlreiche internationale
Expertengremien wie zum Beispiel die Deutsche
Gesellschaft für Ernährung oder die British
Heart Foundation lehnten die "Atkins-Diät-Revolution" (so
auch der Titel des in den frühen 70-er Jahren veröffentlichten
Buches zur Diät) ab. Sie werfen dem Diät-Papst vor, dass er
nicht darauf achtet, ob die verzehrten Fette aus hochwertigen,
mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestehen oder nicht.
"Es
gibt zahlreiche Indizien dafür, dass gesättigte Fette zu verschiedenen
Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße führen", berichtet
die British Heart Foundation in einem Statement. Laut der Heart
Association ist die Atkins-Diät gefährlich und ein ernährungstechnischer
Unfug. Das erste Atkins-Buch verkaufte sich dennoch millionenfach.
Der Mediziner brachte daraufhin in den 90-er Jahren eine Neuauflage
unter dem Titel "Dr. Atkins neue Diät Revolution" heraus. Das
Wall Street Journal beruft sich in dem Artikel auf Angaben
des New York Medical Examiner Berichts, der nach dem Tod von
Atkins angefertigt wurde. Darin soll angeblich stehen, dass
der Diät-Fachmann unter Bluthochdruck litt und einen Herzinfarkt
hatte.
pressetext.austria
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